Saturday, May 22, 2010

Uuuurlaub!!

Isch hab URLAUB!! Und das schon seit einer ganzen Woche - es kommt mir aber schon viel laenger vor, so viele neue Eindruecke und Erlebnisse gabs. Grad stuermt's 'n bisschen, da nutz ich die Gelegenheit, den Blog hier mal auf den neuesten Stand zu bekommen. Auf gehts...

(Nachtrag: damit wars dann allerdings nix. Mit Stromausfall muss man auch im Sueden Thailands rechnen)

Thursday, May 6, 2010

Ballack, drei unglaublich aufregende Pagoden und eine Haengematte




Gestern war mal wieder mein freier Tag. Jaja, ich weiss, das hier liesst sich, als wuerden sich meine freien Tage aneinanderreihen, aber ich will hier mal betonen: hier wird 6 Tage die Woche gearbeitet, ist also nix mit Wochenende.
Aber wie gesagt, gestern war mein freier Tag, hab ihn zusammen mit Adeline (Frankreich), der neuen Kurzzeit-Volunteer (nein, in Englisch wird nicht gegendert *gg*) genommen. Wir sind zu den beruehmten 3 Pagodas gefahren, das mit dem Sammeltaxi ca ne halbe Stunde von Sangkhlaburi entfernt. Und Mannomann, ist das AUFREGEND da!! Das Bild in der Mitte zeigt die drei Pagoden... und das wars dann auch so ziemlich. Einigermassen nett war der Touri-Markt drumrum, da konnt ich meine Shopping-Lust ein bisschen ausleben. Aber sonst... Macht nix, so sind wir wenigstens mal ein bisschen in der Gegend rumgekommen und wir hatten ja sonst nix zu tun.
Oh, da ist doch noch ein - einigermassen - interessanter Fakt ueber "three pagoda": Sie liegen direkt an der Grenze zu Burma (Myanmar), wie man an dem Schild sehen kann. Die Grenze ist gesperrt und das ist auch gut so, auf der anderen Seite gabs in letzter Zeit ein par Querelen. Davon hat man aber nix gemerkt. So, hab also auch Burma gesehen... oder jedenfalls ein paar burmesische Baeume. ;)
Danach gings zurueck und an den Fluss (siehe Bild ganz oben). War sehr entspannend, kann ich nur empfehlen :) Dort haben wir dann auch Hongza getroffen, einen sehr mitteilungsbeduerftigen Mon (Volksstamm in Burma), der leider leider nur sehr wenig englisch konnte. Nunja, fuer "Bundesliga" und "Ballack" hat's gereicht :D Fussball vereint eben doch!

Alles in allem ein gelungener, sonniger Tag. Ziemlich die Laune verhagelt hat's mir dann aber doch, als wir heim kamen: mein Bettbezug, den ich aus Deutschland mitgenommen hab, wurde von der Veranda geklaut. Ganz schoener Mist, ist aber nicht das erste Mal. Ne Haengematte, die lose rumlag, wurd auch schon mitgenommen und auch eine Hose, die aber an einem zurueckgebliebenen Kerl wiedergefunden wurde (und ich meine hier nicht zurueckgeblieben als Beschimpfung, sondern Fakt).
Als waer das ganze geklaue nicht schon aergerlich wenn es um rumliegendes bzw. -haengendes Zeugs geht, gibt es leider ein unschoenes Update: heute wurde uns eine Haengematte von der Veranda geschnitten. Das Corpus Delicti, ein Rasiermesser, lag noch auf einem Hockerchen daneben, aber die Haengematte ist futsch. Mal gucken, was wir dagegen so machen werden. Aber sau aergerlich!

Redshirts

Es haben mich einige Leute in Deutschland etwas besorgt nach den Protesten in Bangkok gefragt. An der Stelle: hier in Sangkhlaburi ist es absolut nicht gefaehrlich. Wir sind 7 Stunden mit dem Bus von Bankok entfernt und das ist auch fuer den engagiertesten Rebellen zuviel... Ausserdem, was man aus Bangkok so hoert bleiben die Proteste sehr lokal begrenzt, d.h. bleibt man den (bekannten) Bezirken fern, merkt man ueberhaupt nichts davon.
Also, keine Sorgen machen :)

Sunday, May 2, 2010

Paaartey



Und gestern war eine Paaaaaaarty! Sangklaburi ist durch den See in zwei Teile geteilt, die wir "the Mon side" und "the Thai side" nennen, weil auf der jeweiligen Seite eben mehr Mon-people (Leute vom Mon-Stamm aus Burma) oder eben Thailaender leben. Ich leb auf der Thai-seite und um zur Party zu kommen, muessen wir ueber die Wooden-Bridge (siehe Foto).
Erin (Amerika) hat Geburtstag und eine Feier geschmissen. War sehr feucht-froehlich und wir waren auch erst um 2.30 Uhr zuhaus. Klingt nicht so spaet, aber dafuer, dass wir am naechsten Tag arbeiten mussten, isses gar nicht so ohne.
Fuer die Feucht-froehlichkeit spricht auch eine Gegebenheit, ueber die ich jetzt noch lachen muss. Anscheinend hab ich keinen deutschen Akzent und da lass ich die Leute gern raten woher ich komm. Gestern hab ich mit 2 Typen "20 Fragen" gespielt woher ich denn komme. Frage Nr. 6 war: "Sprichst Du deutsch", aber erst Frage Nr. 11 war: "kommst Du aus Deutschland?" :D
Das andere Foto, das man oben sehen kann sind Anne-Cecile und ich ziemlich angeheitert vor dem 7eleven, wo wir uns einen Mitternachtssnack geholt haben. Wer will schon nen Kater...

Matsche Matsche Haeuschen





Das mit der Langeweile hat sich dann aber schlagartig erledigt. Die letzte Woche war SUPER!!
Unseren freien Tag haben Saj, Adeline (neue Volunteer) damit verbracht einer anderen NGO zu helfen ein Haus das sie gebaut haben anzumalen. Generation Journey baut mitten im Dschungel ein Kulturzentrum um a) die Fluechtlinge aus dem Wald aufzunehmen und b)ein Zentrum der Begegnung zu schaffen.
Wir sind schon am Abend vorher hingefahren um dann am naechsten Morgen schon frueh mit der Arbeit anfangen zu koennen. Der Abend war perfekt dafuer geeignet, da er mit einer Feier zum Abschied von Nico (Schweiz) und gleichzeitig zur Begruessung von Natalia (Chile) zusammenfiel. Es gab ein grosses Campfire, sehr leckeres Essen und natuerlich auch jemanden, der Gitarre gespielt hat. Ausserdem war Vollmond, d.h. der Platz war hell erleuchtet und die Umgebung wurde total schoen beleuchtet. Generation Journey hat uebrigens keinen Strom, d.h. alles Licht, das wir hatten kam vom Mond, dem Feuer und vielen Kerzen. Sehr schoen.
Weil es an dem Abend a bisserl spaeter wurde haben wir beschlossen, den naechsten Morgen ein bisschen spaeter anzufangen. Der Einzige, der damit wohl nicht einverstanden war, war der Hahn, der um halb sieben unter dem Haus gekraeht hat.
Das Haus, das wir am naechsten Morgen angemalt haben ist voellig aus Lehm gebaut und genauso ging es auch mit der Farbe weiter. Den Vormittag haben wir damit verbracht Lehm zu sieben, mit Wasser zu vermengen und die Masse dann nochmal zu sieben. War ja klar dass bei dem vielen Matsch keiner auch nur annaehernd sauber zum Mittagessen gegangen ist. (siehe Bild oben. War natuerlich die schmutzigste).
Am Nachmittag haben wir die gesiebte Masse mit Tapioka-schleim und Sand vermengt und damit dann das Haus angemalt.
War total toll der Tag!!! :)

Laaaangeweile


Boah, langweilig war mir! Ich weiss ich weiss, ich jammere auf hohem Niveau, aber es war WIRKLICH langweilig. Jeden Morgen in die Arbeit gehen, die meiste Zeit im Buero verbringen und am Abend was Essen gehen und rumhaengen.
Die Fotos oben sind von meinem freien Tag, an dem wir (Anne-Cecile und ich) nach ThongPhaPhoom gefahren sind und uns den Damm angesehen haben. Auf dem Damm leben Affen, aber die soll man nicht streicheln (big surprise!), vor allem wenn man ein Kind oder eine Frau ist, die koennen sie noch weniger leiden. :D
Aber so'n Damm ist auch langweilig, selbst mit Affen.