Saturday, June 26, 2010

Sangkhlaburi...

... wirkt nach Kambodscha irgendwie wie eine rosa Seifenblase. (Fast) alles ist sauber, niemand bettelt und man sieht auch selten offen Not. Natuerlich gibt's die, aber man sieht sie eben kaum. Bis auf eine Ausnahme. Gestern schlief ein schaetzungsweise 12-jaehriger behinderter Junge seinen Rausch auf meinem Schoss aus. Ihm sieht man die Not wirklich an. Armer Bursche.

Monday, June 21, 2010

"One night in Bangkok is the world your Oyster"

Naja gut, ich war zwei Naechte da. Am ersten Abend bin ich sofort ins Hotel und ins Bett gefallen. Hat mir allerdings nicht viel gebracht, um 2 Uhr nachts bin ich vor lauter Durst aufgewacht. Erst dachte ich mir: "Oh scheisse, es ist mitten in der Nacht und ich hab keine Baht, ich muss warten bis es Morgen ist." Aber dann "Oh, ich bin in Bangkok, d.h. es gibt 24-Stunden-Seveneleven und hier kostet das Wasser weniger als 1 Dollar". Hab mich also in meine Reisekleidung geschmissen und bin auf zum naechsten Seveneleven um die Ecke. Auf dem Rueckweg wurd ich dann von einem Italiener mit chinesisch-brasilianischen Wurzeln angesprochen und wir haben uns zusammen hingesetzt und ein bisschen geratscht. War sehr nett, als er aber davon anfing, dass er mir ne Massage geben wolle und wir zu ihm gehen koennten hab ich mich dann allerdings mit einem freundlichen "Good night" vom Acker gemacht. Witzig wars trotzdem...

Am naechsten Tag ging's fuer mich dann ganz gemuetlich durch die Stadt, ich hab ein paar meiner Rastas neu flechten (ach ja, ich hab jetzt Rastas - wann wenn nicht jetzt?!) und neue Ohrloecher stechen lassen und bin zum Wochenendmarket (mit dem Stadtbus, immer ein Erlebnis). Alles sehr relaxt.

Am Nachmittag kamen dann die Maedels und Swin von Baan Unrak in Bangkok an. Wir hatten uns verabredet um an dem Abend einen drauf zu machen. Wurd dann auch ein sehr netter Abend, leider waren die meisten relativ mued. Sam und ich haben uns davon aber nicht beeindrucken lassen und sind ziemlich angeheitert (nagut, ganz schoen betrunken) durch's naechtliche Bangkok. Auf dem Weg heim sind wir nochmal in die Kao San Road um nen Piercer zu suchen. Sie wollt sich das Ohr piercen lassen und ich mir die Nase. Leider hat der 24-Stunden-Piercer (natuerlich gibt's sowas in der Kao San Road) aber 3x mehr verlangt als die anderen und das war's uns dann doch nicht wert.

Am naechsten Tag sind wir dann noch nach China-Town um was zu Essen zu finden. Der Markt, ueber den wir geschlendert sind (naja, "auf dem wir uns durch's Gewuehl geschoben haben" trifft's eher) war uebrigens ziemlich schockierend. 60 Prozent Sexspielzeug und Pornos (und nicht nur normale!!). Heieiei, nach 3 Monaten Sangkhlaburi bin ich auch wirklich nix mehr gewoehnt... Hab mich dann aber nach einer Weile in Richtung Southern Bus Terminal gemacht, weil ich nicht den letzten Bus nach Sangkhlaburi verpassen wollte und hoffe, die anderen wurden kulinarisch noch gluecklich.

Nach Hause ging's dann mit dem Mini-Bus (einmal Umsteigen in Kanchanaburi, wo ich witzigerweise Harj und Zan, Lehrer aus der Baan Unrak School, getroffen hab) und das ist meist ein Erlebnis. Die Mischung aus steilen Huegeln, kurvigen Strassen und Fahrern die sich allesamt fuer Michael Schumacher halten ist wirklich witzig. Mir macht das zum Glueck nix aus, aber irgendwer kotzt immer. Was ein Glueck dass man in Thailand immer ne Plastiktuete dabei hat...

P.s.: ich war zwar betrunken, aber das Nasenpiercing will ich auch nuechtern noch!

Battambang (by night)

Battambang by night - is dead. Stephanie und ich waren um 21 Uhr ausgehfertig und es war einfach fast nix mehr offen. Mit viel Glueck und ein wenig gelaufe sind wir dann doch noch zu einem angenehmen Restaurant gekommen und hatten einen sehr netten Abend. Schwierig ist es allerdings nur, sein Essen zu geniessen, wenn ein ca 14-jaehriges Maedchen mit Baby an der Brust direkt neben einem steht und hungrig auf das Essen sieht. Wir sind erstmal davon ausgegangen dass sie Geld wollte, aber als wir fertig mit Essen waren, deutete sie auf unsere Ueberbleibsel und hat sie mit Freuden angenommen. Ein Glueck dass Stephanie so eine heikle Esserin ist und soviele verschiedene Sachen bestellt hatte - und deswegen soviel uebrig war. Am naechsten Tag haben wir einer anderen Mutter uebrigens was zu Essen gekauft.

Die Nacht in dem Hotel war okay - allerdings das Zimmer ziemlich freaky! Ein relativ hoher Raum, die Waende bis zur Decke hin gekachelt... Matze meinte, als ich ihm das erzaehlte: "also kurz gesagt, Du wohnst in nem Klo". Naja, mich hat das ganze allerdings eher an "The Saw" erinnert - also an eine Folterkammer in nem Horrorfilm... Naja, musste ja nicht so arg lange Zeit drin verbringen. Am naechsten Tag bin ich (nach nem netten Fruehstueck mit Stephanie) dann auch gleich weiter nach Bangkok, Battambong ist einfach keine Stadt, in der ich viel Zeit verbringen will.

Im Minibus von Poiphet nach Bangkok hab ich auch drei sehr nette Argentinier kennengelernt. Andres (ich weiss nur seinen Namen weil wir zufaellig nebeneinander gesessen haben) und ich redeten die ganzen 4 Stunden Fahrtzeit durch, war total nett. Die Argentinier sind dann am gleichen Abend weiter nach Ayutthaya und ich in die Kao San Road.

Battambang (die Tour)

Mjam



Der Tempel auf dem Berg











Die Bamboo-Railway












Wir sind um 12 Uhr losgefahren und etwa um 19 Uhr wieder am Hotel angekommen. Es war total super!








Als erstes ging's zu einem Tempel in dessen Baeumen riesige Fledermaeuse (Fruit-bats, denn sie ernaehren sich nur von Fruechten) hingen. In Kambodscha sind Fledermaeuse durchaus auch Nahrungsmittel. Nun darf man aber Tiere innerhalb von Tempelmauern nicht toeten und so leben die klugen Tierchen nun auf dem Gelaende. Wow, die waren wirklich nicht von schlechten Eltern, da war ich froh zu wissen, dass sie Vegetarier sind. Auf dem Hinweg sind wir uebrigens ueber eine Haengebruecke gefahren, das war mit dem Roller ein echt seltsames Gefuehl.Der naechste Stopp war ein Tempel auf einem Huegel. Um zu dem Tempel zu gelangen muss man ca 300 Stufen steigen - aber das war's auf jeden Fall wert. Der Tempel wurde ca im Jahre 1100 gebaut und gilt als Vorbild fuer Angkor Wat. Ein super schoener Ort. Relativ klein, mit Bauemchen, Ruinen und einer total schoenen Atmosphaere.








___________ zu den Killing-Caves. ____ wurde uns von lokalen Tourguides angeboten oben rumgefuehrt zu werden. Wir haben jedoch abgelehnt und meinten soviel gaeb's da ja wahrscheinlich gar nicht zu erzaehlen - bis uns eingefallen ist: wir haben ja einen Tourguide, wofuer haben wir den eigentlich?! Bun ist schon auf dem Tempelberg nicht mit rauf gekommen und hatte es sich gerade untern auch an diesem Berg gemuetlich gemacht. Er war nicht sonderlich begeistert, dass er mit uns auf den Berg musste.








Um auf den Berg zu kommen brauchten wir einen leistungsfaehigeren Roller als unseren, haben uns also einen fuer 1 Dollar pro Nase gemietet und sind zu dritt drauf auf den Berg hinauf. Das war gar nicht so ohne: die Strassen waren ziemlich abgenutzt und der Roller hat ganz schoen geaechzt. Hat aber - bis auf die letzten 3 Meter funktioniert. ____








Bin dann mit Bun auf dem Roller runtergefahren (Stephanie wollte die Treppe nehmen) und war heilfroh darueber, diesmal nicht zu dritt zu sein. Runter ist naemlich immer gefaehrlicher als hoch. Wir haben uns dann unten an einem strategisch guten Platz auf ein Maeuerchen gesessen und gewartet, dass die Fledermaeuse den Berg verlassen. Und tatsaechlich, bald darauf kam ein Strom von Fledermaeusen aus einem relativ kleinen Loch im Berg - und der Strom hoerte ueberhaupt nicht auf. Ich sass bestimmt 5 Minuten am Fusse des Berges und habe vertraeumt im rosa-blauen Abendhimmel abertausenden Fledermaeusen beim Abflug in die Nacht zugeschaut. Wunderbar!








Die Fahrt nach Battambang zurueck war im Dunkeln gar nicht so ohne, aber bevor wir zurueck zum Hotel sind, gab's noch ein letztes Highlight: frittierte Insekten! Bun hat uns zu einem Marktstand mit unglaublich vielen verschiedenen "Leckereien" gefuehrt. Wir haben Kakerlake, Schlange, Frosch und einen Riesenkaefer gegessen - von den frittierten (ganzen) Maeusen haben wir uns allerdings fern gehalten, das war einfach zu freakig. Wie es geschmeckt hat? Furchtbar. Und das seltsame daran: ich war ueberrascht. Ich bin aber immernoch davon ueberzeugt: man kann bestimmt Insekten lecker fritteren. Mit frischen Oel und guten Gewuerzen passt das bestimmt. Ganz eklig das Ganze, bin aber trotzdem sehr froh es gemacht (und hinter mir) zu haben.

Battambang (die Ankunft)

Die Fahrt nach Battambang war total schoen. Nachdem ich durch das letzte Bus-Fiasko schon vorgewarnt war, sass ich diesmal frueh genug am Reisebuero und wurde auch tatsaechlich zum Busbahnhof gebracht. Der Bus war ueberhaupt nicht touristisch und ich war die einzige Westlerin. Es gab auch Unterhaltung an Bord: die ganzen 4 Stunden Fahrt lief eine sehr seltsam anmutende (hab ja nicht verstanden worum's ging) Show mit vielen aufgemalten Schnauzbaerten und echten Lachern. Ich hab mich aber nicht stoeren lassen und das wirklich autenthische Ambiente genossen. Und geschlafen. :) War gut!

Im Bus hatte ich mir schon das Hotel aus dem Lonely Planet rausgesucht und musste mir so an der Haltestelle nur noch den Kerl mit dem richtigen Schild ausgucken. Der hat sich mir dann am Hotel auch gleich als Tourguide fuer die Gegend angeboten. War ein gutes Angebot und das hatte ich in der Art sowiso vor, also hab ich zugesagt. Stephanie, eine Franzoesin die etwa zur gleichen Zeit wie ich angekommen war, hat sich dann noch dazugesellt. Sie sass bei Bun, dem Tourguide, hinten auf dem Roller, waehrend ich meinen eigenen Roller gemietet habe und hinterher gefahren bin (juchuuh Rollerfahren!!).

Siem Reap (die dritte)

Der Himmel ueber den Floating Villages

Siem Reap by Night

Am naechsten Tag wollte ich dann nach Pnomh Phen, bin also frueh aufgestanden. Meinen Nachfragen am gestrigen Tag nach sollte ein Bus um 9.30 Uhr gehen. Nunja. Hab dann rausgefunden dass das auch stimmt - allerdings meinten die damit um 9.30 Uhr am Busbahnhof. Der Bus war dann also schonmal weg. Aergerlich, ich wollt naemlich so frueh in Pnomh Phen sein wie moeglich, aber kann man nix machen. Der naechste Bus ging um 13.30 Uhr - hat aber vergessen mich beim Reisebuero abzuholen! Ich waere also erst Abends in Pnom Penh angekommen und mein sehr enger Reiseplan waer dann 'n bisschen stressig geworden. Also bin ich noch 2 weitere Tage in Siem Reap geblieben, es hat mir schliesslich da ziemlich gut gefallen.

Die Abende mit Stella hab ich sehr genossen, Stella ist einfach eine tolle Frau! Tagsueber war ich sehr sehr faul und hab hauptsaechlich in Restaurants gesessen und gelesen. Jetzt hab ich darueber zwar ein schlechtes Gewissen - aber hey, wozu hat man denn Urlaub?! Ich waer gern nochmal in den zauberhaften Tempel in Angkor Wat gegangen, aber der Tagespreis von 20 Dollar war mir dafuer dann doch zu teuer.
Einen Versuch touristisch unterwegs zu sein hab ich dann aber doch noch gemacht: ich hab eine Fahrt zu den schwimmenden Villages im Tonie Sap see gebucht. Wir wurden mit dem Minibus zu einem Touri-Hafen gefahren, sind mit dem Boot durch einen laengeren Kanal gefahren und dann kam endlich der See. Das Boot hat an einer Fisch- und Krokodilfarm halt gemacht, die neben dem Versuch ein kleines Museum zu sein, eigentlich hauptsaechlich ein Touri-Shop war. Als wir dann die Tourfuehrerin gefragt haben was wir als naechstes machen, meinte sie "going home". Wow, wir waren also erstmal stinkig. 20 Dollar dafuer, auf nem See zu nem Shop gefahren zu werden? Anscheinend war der Wasserpegel dermassen niedrig, dass wir mit unserem Boot nirgends hingekommen waeren. Na - dann sollen sie die Tour eben zu der Jahreszeit nicht anbieten! Wir haben die arme Frau dann so bedraengt, dass sie uns doch noch zu einem vietnamesisch-kambodschanischen Schulboot fahren hat lassen. Das war wirklich sehenswert! Wir haben dann auch im Endeffekt 10 Dollar ohne Probleme wieder gekriegt. Naja, trotzdem, hat mich 5 Stunden meines Lebens gekostet...

Siem Reap (die zweite)


Feiern im "Angkor What?!"

Tha Prom (das Bild ist von Google, aber die Perspektive ist ziemlich genau die, in der ich sass)





Am folgenden Tag ist Katrine ganz frueh nach Bangkok gefahren und Stella musste ja arbeiten. Also bin ich allein nach Angkor Wat gefahren. Hab mir fuer den ganzen Tag ein TukTuk gemietet und wurd dann ganz dekadent durch ie Gegend gefahren. Das ganze Tempel-Areal heisst Angkor Wat (bekannt durch Historie und Lara Croft) und umfasst etliche Tempel.
Im eigentlichen Angkor Wat hab ich mich dann als allererstes unter nen Baum gelegt und ein bisschen geratzt :) Ich meine, wozu hab ich Urlaub und nen ganzen Tagespass?! Nachdem ich eine Weile durch verschiedene Tempel gelustwandert bin kam ich dann endlich am beeindruckendsten Tempel angekommen: Tha Prom. Der war suuuper toll. Sehr verfallen und rieeesengrosse Baeume mit mannsdicken Wurzeln. Total schoen! Leider gerade als ich dachte: wow, ich hab das perfekte Motiv gefunden - ging der Akku der Kamera aus... grrrr.... Ich werd aber demnaechst mal Fotos im Internet suchen und hier reinstellen, macht ja nix wenn die von nem anderen Touri kommen. Naja, aber fuer einen Nicht-archaelogen ist's fuer nen Nicht-Archaeologen zuviel. Zumal ich allein war und mich ein bisschen gelangweilt hab. Bin also zurueck nach Siem Reap gefahren und ein bisschen shoppen gegangen.

Abends ging's dann auf die Geburtstagsparty einer Freundin von Stella. Teresa arbeitet in einem Luxus-Hotel - und wohnt auch dort. Nach 3 Monaten Sangkhlaburi bin ich erstmal fast in Ohnmacht gefallen vor lauter Luxus und Komfort. War super :) Die Feier startete auf der Teresa's Terasse und wurde dann ins "Angkor What?!" verlegt, eine sehr nette Kneipe. Es war ein feucht-froehlicher Abend mit vielen netten Leuten. :)

Siem Reap (die erste)


Bella Stella in the Pool

In Siem Reap hab ich die Stella besucht. Sie hatte auch bei Baan Unrak gearbeitet, als ich dort angekommen war und macht inzwischen ein Praktikum bei einem Modedesigner in Siem Reap.
Nachdem ich mir am Abend vorher (in Bangkok) geschworen hatte vor der Rueckkehr nach Sangkhlaburi kein Pad Thai mehr zu essen (super lecker, aber irgendwann reicht's) ging's dann zusammen in ein mexikanischen Restaurant. Lecker!! In Siem Reap war uebrigens auch Katrine, die Daenin, mit der ich schon im Sueden war. Sie war zu der Zeit auch in Kambodscha und ist meinetwegen nochmal zurueck nach Siem Reap gekommen.

Den naechsten Tag haben wir (Stella, Katrine und ich) am Pool eines Hotels und auf dem Sattel von Kwats verbracht. War super :) Die Kwat-Tour ging durch die Suburbs von Siem Reap und wir haben unglaublich viel gesehen. War super interessant, nur leider konnten wir nie anhalten um Fotos zu machen. Abends .... hmmm... hab ich vergessen. Nein, mir ist's wieder eingefallen. Wir sind zu dritt in eine echte Kmaehr-Disko gegangen. War total interessant. Grundsaetzlich das Selbe wie in unseren Diskos, nur gibt's hier Tuersteher auch drinnen, die aufpassen dass sich auch ja niemand daneben benimmt. Man erkennt sie ganz leicht an der strammen Haltung, den verschraenkten Armen und dem boesen Blick :D Die Musik war hauptsaechlich Techno - aber irgendwann haben die dann auf Schmacht-schmuse-Musik umgestellt und wir haben uns von Dannen gemacht.

Die Fahrt nach Siem Reap...

... war laaang. Ich bin um 5.55 Uhr in Bangkok von der Hua Lumpong-Train-Station mit dem Zug nach Ay.... (ich kann mir den Namen der Stadt nie merken, ist auch egal) gefahren. Die Zugfahrt war toll, hab nur Thais und wahrscheinlich ein paar Kmaer (Kambodschaner) gesehen. Der grosse Nachteil des Zuges: er dauerte 6-7 Stunden, waehrend der Bus nur ca 4 Stunden braucht. Die Vorteile: der Preis (nur 48 Baht, also ca 1 Euro) und die idyllische, wenn auch ein bisschen langweilige Aussicht. Und natuerlich die Authentizitaet.
Von Ayydingsda gings dann mit dem TukTuk zur Grenze (nicht, ohne zu versuchen mir ein teures Visum in einem Reisebuero anzudrehen) - und ueber die Grenze zu gelangen ist hier definitiv nicht einfach. Nachdem ich 500 Baht Strafe zahlen musste weil ich anscheinen einen Tag "overstay" hatte (ich dachte der verwaschene Stempel im Pass sagt 14. Juni, anscheinend sagte er aber 11. Juni... bloed) musste ich gefuehlte 300x meinen Namen irgendwo hinschreiben, mir ein kambodschanisches Visum besorgen und den Beamten mit 100 Baht bestechen, dass er mich ohne abgegebenes Passfoto ins Land laesst.
Von Poiphot gings dann mit dem Bus nach Siem Reap. Wow, Poiphot ist wirkilch ein Drecksnest, da will man wirklich nicht laenger als noetig bleiben. Bin ich ja auch nicht. Hab zwei ganz nette Englaender getroffen und wir sind dann zusammen mit dem Bus nach Siem Reap gefahren.

Wednesday, June 16, 2010

Das bloede an Asien ist...

... dass man ueberhaupt nicht selbstmitleidisch werden darf. Kein von Herzen kommendes: "My life sucks!!", weil man an jeder Strassenecke Leute sieht, denen es offensichtlich 100% schlechter geht, als einem selbst...
Trotzdem, hier ein kleinlautes: "My life sucks a little bit (but of course not as much as...)." Ich weiss der Blog liest sich haeufig wie ein Happy-Reise-Tagebuch mit lauter interessanen Anekdoten, aber hey, das hier ist nicht der Platz um nen grossen Seelenstriptease hinzulegen. Momentan wuerd ich jedenfalls gern tauschen. Allerdings nicht mit den Ein-Beinigen-Typen, die hier rumhaengen... Und auch nicht mit den armen Kindern, die hier um Essen betteln... Und nicht mit den Waisen in den (meist von Westlern gefuehrten) Waisenhaeusern.... Und nicht mit dem ein-Beinigen Jungen (der vielleicht in einem Waisenhaus lebt - wer weiss - und somit die gesamte obrige Arschkarte gezogen hat)... Naja, you get the idea. Trotzdem. Alles Mist.

Kambodscha

Warum Kambodscha? Weil ich grad auf meinem Visa-run bin. Ich hab zwar ein 1-Jahres-Visum fuer Thailand, muss aber alle 90 Tage aus dem Land (90 Tage und nicht 3 Monate, die Einsicht musste ich mit einem Tag ''overstay'' teuer bezahlen). Und bei der Gelegenheit seh ich mir dann natuerlich Kambodscha an. Naja, viel gesehen hab ich bisher nicht, besuche z.Z. Stella (Maedel, das in Baan Unrak gearbeitet hat, als ich angefangen habe) und mach mir hauptsaechlich nen faulen Lenz in Siem Reap. Hab dabei natuerlich dauernd ein schlechtes Gewissen, weil man ja nicht alle Tage nach Kambodscha komm und was sehen sollte... Aber naja, hab Urlaub - und da sollte erlaubt sein, worauf man Lust hat!

Thursday, June 3, 2010

back to Koh Pangan







Das war auch keine schlechte Idee, zurueck zu den Maedels in ihr Resort (sie hatten es inzwischen gewechselt) zu gehen. Das Resort war jetzt zwar nicht unbedingt umwerfend, aber bezahlbar, direkt am Strand und mit ein paar netten Menschen bevoelkert. Ausserdem hatte ich bis dahin keine laengere Zeit an einem Ort verbracht und immer nur Inselhopping gemacht, da kam mir ein bisschen ausruhen gerade recht.

Caddy und Katrine hatten inzwischen vor Ort zwei Schweden und zwei Iren in unserem Alter kennengelernt. Tagsueber haben wir in der Sonne gebraten und Abends Karten gespielt. Nicht spannend, aber wirklich nett.
Wir haben dann am naechsten Abend den Strand besucht, an dem die Fullmoonpartys steigen (Halfmoonparty ist im Inselinnere), das hat mich erahnen lassen, wie gross die eigentliche Party sein muss. Denn, obwohl es ein stinknormaler Abend war, waren mehrere hundert Leute am Strand, es wurde Techno gespielt und getanzt - und Championsleage auf einer riesigen Leinwand angeschaut!! Das war surreal, ich sitz an einem traumhaften Strand in Thailand und guck mir ein Spiel von Deutschland an! Na, aber das hat mich nicht sonderlich lange gefesselt....

Am naechsten Tag hab ich mich dann auf die Heimreise gemacht. Eigentlich wollte ich in mehreren Tagesetappen gen Norden reisen, aber zum einen wollte Caddy nicht von ihrem Iren los (wir hatten geplant in einen Nationalpark wandern zu gehen) und zum anderen hab ich doch tatsaechlich Heimweh nach Sangkhlaburi gekriegt...


Die Fahrt heim ging dann so: Faehre, Bus, Bus: Bangkok, Mini-van: Kanchanaburi, Mini-Van: Sankhkla. Ich war ungefaehr 25 Stunden unterwegs, aber mit Nachtbus fuehlt es sich zum Glueck weniger an.

Koh Tao...




... wow!

Koh Tao hat mir richtig gut gefallen. Sehr bunt, nicht leer (etwas, das ich nach Koh Samui und Kanchanaburi richtig schaetzen gelernt hatte) und auch schoene Straende. Bin da auch witzigerweise gleich dem Gerd, den wir ja schon auf Koh Samui kennengelernt hatten, ueber den Weg gelaufen (der arbeitet da in einer Tauchschule gleich am Pier). Das war total gut, er hat mir dann gleich ein bisschen was von der Insel gezeigt. Ist halt immer praktisch, wenn man jemanden vor Ort kennt.

Auf Laenger war mir das aber doch nix, so allein auf der Insel (Gerd musste dann am naechsten Tag auch arbeiten) und die Maedels haben mir am Telefon so von ihrem Resort vorgeschwaermt.

Bin also dann also am naechsten Tag gleich wieder zurueck.

Und fuer alle, die sich jetzt fragen warum ich zum Teufel auf Koh Tao war und nicht tauchen - ich haette sooo gerne gewollt, aber ich hatte an Weihnachten ne OP am Trommelfell und fuers Tauchen ist das leider nicht genug verheilt. LEIDER!!

Koh Pangan...




... ist eine total schoene, wilde Insel.

Grundsaetzlich war ich ueberhaupt nicht festgelegt in diesem Urlaub was ich machen wollte. Nur eins war klar: ich wollte auf die Halfmoonparty!! ... interessanterweise ist das das einzige, was ich nicht gemacht hab.
Als wir die Faehre von Koh Samui nach Koh Pangan genommen haben hab ich mir die Leute da so angeschaut und mir gedacht: mit denen will ich nicht feiern. Waren alles so Poser, die unbedingt eine Message an die Aussenwelt loswerden wollen. Da hatt ich einfach keine Lust mehr. Wir haben die Nacht dann in einem ganz netten, fuer Backpacker sehr luxurioesen Resort am A... der Insel verbracht. War schoen, aber wir sind leider zu spaet angekommen um den Strand zu geniessen. Am Abend haben wir noch unsere weiteren Plaene besprochen. Die Maedels wollten unbedingt zu der Party, ich war aber nicht so scharf drauf wegen der Leuts - und ausserdem bin ich ja immernoch humpelnderweise durch die Welt spaziert.
Ich hab mich dann also am naechsten Tag allein auf den Weg nach Koh Tao gemacht. Caddy war da schonmal und wollte nicht mehr hin, mir wurde die Insel aber von einigen Leuten herzlichst empfohlen.

Koh Samui...










...
Unser Resort am Strand
dagegen war traumhaft!!!
Wir haben mit unserer Resort-Wahl auch dann den absoluten Jackpot geholt (dank Lonely Planet). Absolut bezahlbar und mit den winzigen Huettchen direkt an einem kilometerlangen Sandstrand. WOW! Auch wenn wir auf der Insel unterwegs waren, oeffnete sich an der Seite immer wieder eine Ausblick aus dem Katalog. Ich hab mir bei diesem Insel-Urlaub immer wieder gedacht: Das sind Traumstraende, die passieren sonst nur anderen! Also, toll!

Auch in Koh Samui gibt es einen Ballermann. Der war dann nicht ganz so leer, aber trotzdem nichts, was ich mir nochmal geben muss. Danach (ich habs nicht sonderlich lang da ausgehalten), haben Katrine und ich uns noch an den Strand gesetzt und schon kamen ein paar andere Backpacker an und haben sich zu uns gesetzt. Alles nicht sonderlich spannend, war aber nett. Als es dann nach einer Weile anfing zu stuermen hatte ich die gloriose Idee (und das ist jetzt mal nicht sarkastisch gemeint) ins Wasser zu gehen. Und es war FANTASTISCH!! Ein warmer Ozean mit einigem Wellengang in der Nacht, das ist wirklich eine tolle Erfahrung. :) Als dann einer der Kerle versucht hat mich anzumachen hab ich das allerdings als Zeichen gesehen, mich zu verabschieden.

Am naechsten Tag sind wir dann mit Gerd (Freigeist im gleichen Resort) ein bisschen durch die Gegend gekurvt. Leider waren alle Sehenswuerdigkeiten (z.B. Wasserfaelle) mit Eintrittspreisen versehen und ich wollt nicht fuer was zahlen, wo ich nicht weiss ob's das auch wert ist (wahrscheinlich wars das auch nicht). Aber das rumcruisen war schoen :)
Am Abend kam dann auch die Caddy nach und wir sassen wieder mit ein paar Leuten (lustigerweise deutschen Maedels von denen auch eins grad Diplomarbeit in Sozialer Arbeit geschrieben hat) am Strand.

Am naechsten Tag gings dann nach Koh Pangan - wir wollten ja auf die Halfmoonparty!!

Kanchanaburi...

:D
Die gibts wohl ueberall... :D


Caddy auf der beruechtigten River-Kwai-Bridge


... sucks!!! Es war wirklich phaenomenal frustrierend. Wir hatten zwar eine wunderschoene Unterkunft direkt am Kwai (und noch dazu sau-billig) und die lag auch noch mitten in der Party-Meile. Allerdings gibt es nichts traurigeres als eine tote Partymeile. Die meisten Bars waren von denjenigen Bevoelkert, die die Touris reinlocken sollten - und sonst so gut wie leer. Das bedeutete in ungefaehr 6 nebeneinanderliegenden Bars ungefaehr 5 muede aussehende Thai-Frauen und 1 oder 2 alte Saecke (baeh!).

Vielleicht hab ich auch nur meine Prioritaeten falsch gesetzt. Kanchanaburi ist naemlich historisch und kulturell gesehen gar nicht so uebel. Wir waren in einer Hoehlenlandschaft, die als Tempel genutzt wurde und seit ein paar Jarhunderten von Steinfiguren und Buddhas bevoelkert ist. Das war cool. Ausserdem ist Kancha die Staedte der "Bruecke am Kwai" (der eigentlich Kwaeh heisst, Kwai heisst "Wasserbueffel"), die einige Menschenleben gekostet hat. Es ging im 2. Weltkrieg um Japanische Kriegsgefangene (Amerikaner, Australier...), die fuer den Bau einer strategisch geplanten Eisenbahnstrecke geschunden wurden.

Tja, und seit dem 15. Mai gehoer ich nun auch zu den Opfern. Allerdings phaenomenal bloede selbstverschuldet :) In der Mitte der Bruecke fuehrt ein Eisensteg, an den Raendern sind nur Holzplanken mit mitunter riesigen Luecken dazwischen. Ich lief hinter Caddy (Muenchen) und sah, wie sie ueber diese Luecken stieg. Sensationsreporterin, wie ich nunmal bin, dachte ich mir: das muss ich fotografieren um spaeter zu zeigen, wie gefaehrlich die Bruecke ist. Wohlgemerkt, das denk ich mir alles im Gehen. Und im Gehen zueck ich meine Kamera, zoome - und fall mit einem Fuss in eins der Loecher! Tja, Dummheit tut eben doch weh. :D Es hat natuerlich jeder geschaut als ich mit voller Wucht auf die Planken rasselte. Als mir ungefaehr 10 Menschen hochhalfen und fragten wie's mir geht meinte ich dann dementsprechend: "Das einzige was verletzt ist, ist nur mein Stolz." Das hat sich im Nachhinein uebrigens als falsch rausgestellt. Hab mir neben nem kleinen aber fiesen Schnitt auch einen Handtellergrossen blauen Fleck und - das ist im Urlaub natuerlich traumhaft praktisch - nen dicken, schmerzenden Knoechel geholt. Den Rest des Urlaubs bin ich dann rumgehumpelt... Naja, hoffentlich hab ich was draus gelernt.
Naja, der Abend war dann... stellt Euch einfach den Ballermann vor, allerdings leer und nur mit einzelnen 80- und 18jaehrigen voll. Nunja...

Am naechsten Tag wollten wir dann zu den Erawan-Falls, eine Reihe von Wasserfaellen, die ineinander uebergehen. Soll toll sein, aber wir wollte nicht 800 Baht fuer eine gefuehrte Tour zahlen und der Bus, der uns angeblich dahin bringen sollte, kam nicht. Kancha war also ein voller Erfolg...

Dementsprechend begeistert war ich von Kancha. Kathrine (Daenemark) und ich haben dann abends noch den spontanen Entschluss getroffen nicht noch eine Nacht in Kancha zu verbringen, haben den letzten Bus nach Bangkok genommen und sind von da aus (auch per Nachtbus) nach Koh Samui... Und wir haben diese Entscheidung definitiv nicht bereut!